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Resc/kUE – Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Patient*innen mit rheumatoider Arthritis im Oberrheingebiet

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Resc/kUE ist ein Projekt zur “Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Patient*innen mit rheumatoider Arthritis im Oberrheingebiet”, welches durch das Interreg V Oberrhein-Programm kofinanziert und von der Europäischen Union unterstützt wird. Resc/kUE leistet somit einen Beitrag zum Spezifischen Ziel 3 des Interreg V Programms: “Steigerung der durch grenzüberschreitende Konsortien aus dem Oberrheinraum entwickelten Anwendungen und Innovationen”.

Im Resc/kUE-Projekt kooperieren sechs regionale Partner (Universitätskliniken Straßburg, Basel, Freiburg, Mainz, Heidelberg und Predimed Technology) aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz. Das Projekt startete im Januar 2021 und endet im September 2023.

Das Projekt

Entzündlich-rheumatische Erkrankungen sind zahlreich und betreffen 0,5 % der Bevölkerung. Die häufigste ist die rheumatoide Arthritis (RA), eine entzündliche und autoimmune Erkrankung. Patient*innen mit RA haben ein höheres Risiko, eine kardiovaskuläre Erkrankung zu entwickeln als die Allgemeinbevölkerung. Diese kardiovaskulären Komplikationen sind die Haupttodesursache bei Menschen mit rheumatoider Arthritis.

Patient*innen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen haben ein höheres Risiko, kardiovaskuläre Komplikationen zu entwickeln als die Allgemeinbevölkerung. Heute gibt es kardiologische Therapien, wie z. B. Spironolacton, um diese Komplikationen zu reduzieren. Ziel des Resc/kUE-Projekts ist es, die Wirksamkeit von Spironolacton bei Patient*innen mit rheumatoider Arthritis zu untersuchen.

 

Kardiologische Behandlungen ermöglichen es heute, die kardiovaskuläre Sterblichkeit in der Allgemeinbevölkerung zu senken. Einige dieser Therapien, wie z. B. mit Spironolacton, könnten durch ihre entzündungs- und fibrosierungshemmende Wirkung auch auf die durch rheumatoide Arthritis verursachten Gelenkschäden einwirken.

Projektschritte


Das Projekt ist in drei Phasen unterteilt.

 

1. Bewertung der Inzidenz und der Risikofaktoren für langfristige kardiovaskuläre Komplikationen bei Patient*innen mit systemischen Autoimmunerkrankungen

Dazu wird eine prospektive partizipative eCohort durch eine Smartphone- und Web-Applikation zusammengestellt: 2000 Patient*innen mit Autoimmunerkrankungen haben die Möglichkeit über einen Zeitraum von 10 Jahren, vierteljährlich Fragebögen online zu beantworten. Bestimmte Patient*innen werden zudem über die Kopplung weiterer elektronischer Geräte, Daten ihrer täglichen körperlichen Aktivität erfassen können. In dieser eCohort wird das Auftreten von langfristigen kardiovaskulären Komplikationen bei Autoimmunerkrankungen und deren möglichen Risikofaktoren, wie Lebensstil, Aktivität der Autoimmunerkrankung und Behandlungen der Autoimmunerkrankung, analysiert werden.

2. Bewertung der Wirksamkeit von Spironolacton bei Patient*innen mit rheumatoider Arthritis

Einrichtung einer klinischen Studie mit 140 Patienten, die 6 Monate beobachtet wurden: 3 Monate doppelblind (Spironolacton oder Placebo) und die folgenden 3 Monate offen (nur Spironolacton). Ärztliche Konsultationen sind zu Beginn der Studie (D0), nach 3 Monaten (M3) und am Ende der klinischen Studie (M6) vorgesehen. Eine monatliche Kontrolle des Patienten/der Patientin erfolgt telefonisch, um die Dosis der Medikation ggf. Anzupassen.

3. Veranstaltungen des Netzwerks

Organisation von zwei Workshops mit dem Ziel, Allgemeinmediziner*innen und niedergelassene Ärzt*innen über kardiovaskuläre Prävention bei entzündlichem Rheuma zu informieren und ihren Bedarf in diesem Bereich in der täglichen Praxis zu ermitteln. Über dieses Netzwerk erfolgt das Screening der Patient*innen, die für die klinische Studie rekrutiert werden sollen.
Organisation eines Abschlussworkshops für die Ärzteschaft, Patientenverbände, Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit (VVaG) und Krankenkassen sowie die am Projekt beteiligten Unternehmen. In diesem Workshops werden erste Ergebnisse der klinischen Studie und ein Update zur eCohort gezeigt werden können.

Was ist eine doppelblinde Studie?

In einer Doppelblindstudie erhalten die Patient*innen eine experimentelle Behandlung. Doppel-blind bedeutet, dass weder die Patientin/der Patient noch die behandelnde Ärztin/der behandelnde Arzt wissen, wer welche Therapie erhält. Damit ist eine möglichst objektive Auswertung der Ergebnisse möglich.

Im Gegensatz dazu sind bei einer offenen klinischen Studie sowohl der Arzt / die Ärztin als auch die Patientin / der Patient über die Therapie informiert.

Doppelblinde Studie.

Schlüsseldatens

Projektpartner

Projektpartner / Les partenaires bénéficiaires

  • Hôpitaux Universitaires de Strasbourg, Projektträger
  • Universitätsklinikum Freiburg
  • Universitätsklinikum Heidelberg
  • Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz
  • Predimed Technology

Kofinanzierungspartner / Les partenaires cofinanceurs

  • Universitätsspital Basel, partenaire de projet et responsable suisse du projet / Universitätsspital Basel, Projektpartner und Projektverantwortlicher auf schweizerischer Seite
  • Le Service de coordination intercantonal auprès de la Regio Basiliensis (IKRB), représentant la Confédération suisse dans le cadre de la Nouvelle Politique Régionale / Die Interkantonale Koordinationsstelle bei der Regio Basiliensis (IKRB) als Vertreterin der Schweizerischen Eidgenossenschaft im Rahmen der Neuen Regionalpolitik
  • Canton de Bâle Campagne (NPR/CTE) / Kanton Basel Landschaft (NRP/ETZ)
  • Canton d’Argovie / Kanton Aargau

Assoziierte Partner / Les partenaires associés

  • Sanoïa
  • Siemens Healthcare
  • Association Française des Polyarthritiques et des Rhumatismes Inflammatoires Chroniques
  • Rheumaliga Schweiz
  • Deutsche Rheuma-Liga
  • CHRU Nancy
  • Kantonsspital Aarau

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